Ursachen der Fußheberschwäche
Eine Fußheberschwäche entsteht durch eine Schädigung des Nervensystems. Dabei können sowohl zentrale als auch periphere Strukturen betroffen sein:
Zentrales Nervensystem (1. Motoneuron): Gehirn oder Rückenmark
Peripheres Nervensystem (2. Motoneuron): Nervenverlauf vom Rückenmark bis zur Muskulatur
Bei einer peripheren Ursache wird häufig der Begriff Peroneusparese verwendet. Dabei ist der Nervus peroneus (Fibularisnerv) geschädigt, der die Fußhebermuskulatur versorgt. Diese Form führt meist zu einer schlaffen Lähmung der Vorfußheber.
Eine zentrale Ursache verursacht dagegen häufig eine spastische Parese, bei der eine erhöhte Muskelspannung der Wadenmuskulatur mit einer Schwäche der Fußheber kombiniert auftritt.
Häufige Ursachen im Überblick
Schädel-Hirn-Trauma
Nervenkompressionen (z. B. am Fibulaköpfchen)
Der Peroneusnerv ist aufgrund seines oberflächlichen Verlaufs an der Außenseite des Kniegelenks besonders anfällig für Druck, Stöße oder Quetschungen.
Symptome und Auswirkungen im Alltag
Die Fußheberschwäche zeigt sich vor allem während der Schwungphase beim Gehen. Der Vorfuß hebt sich nicht ausreichend gegen die Schwerkraft an – es entsteht der sogenannte Fallfuß.
Typische Folgen sind:
Schleifen der Fußspitze
Steppergang oder Zirkumduktion
Häufiges Stolpern und Stürze
Unsicherheit beim Gehen
Fehlhaltungen und Schmerzen in Rücken, Hüfte und Knie
Bleibt die Gangstörung länger bestehen, können sich chronische Beschwerden und zusätzliche orthopädische Probleme entwickeln. Deshalb ist eine frühzeitige Behandlung entscheidend.
Diagnostik bei Fußheberschwäche
Die Diagnose erfolgt durch eine Kombination aus:
Klinischer Untersuchung und Ganganalyse
Kraftprüfung der Fußhebermuskulatur
Neurologischem Status (Sensibilität, Reflexe)
Elektrophysiologischen Untersuchungen (EMG, NLG)
Bildgebung (z. B. MRT von LWS oder Knie)
Ziel ist es, die Ursache und den Schweregrad der Nervenschädigung genau zu bestimmen.
Therapieoptionen bei Fußheberschwäche
Medizinisch steht zunächst die Behandlung der Grunderkrankung im Vordergrund. Ergänzend kommen verschiedene konservative und technische Hilfsmittel zum Einsatz:
Physiotherapie
Gezieltes Training zur Kräftigung, Koordinationsverbesserung und Sturzprophylaxe bildet die Basis jeder Therapie.
Klassische Fußheberorthesen
Peroneus-Schienen stabilisieren den Fuß passiv und verhindern das Abknicken. Sie bieten schnelle Sicherheit, fördern jedoch die aktive Muskelansteuerung nur eingeschränkt.
Funktionelle Elektrostimulation mit innoSTEP-WL
Eine moderne und aktive Therapieoption ist die funktionelle Elektrostimulation (FES) mit dem innoSTEP-WL.
Das System arbeitet mit einer unauffälligen Elektroden-Manschette am Unterschenkel. Während der Schwungphase werden gezielte elektrische Impulse an den Peroneusnerv gesendet. Diese Impulse lösen eine Kontraktion der Fußhebermuskulatur aus, sodass sich der Fuß aktiv anhebt (Dorsalflexion).
Vorteile der funktionellen Elektrostimulation (FES) des innoSTEP-WL
Aktive Unterstützung der Fußhebung beim Gehen
Natürlicheres, dynamisches Gangbild
Reduzierung von Stolper- und Sturzrisiken
Vorbeugung von Muskelabbau
Förderung des Nerv-Muskel-Zusammenspiels
Im Gegensatz zu rein passiven Orthesen trainiert das innoSTEP-WL Muskulatur und neuronale Ansteuerung aktiv und kann langfristig zu einer funktionellen Verbesserung beitragen.
Beratung und ärztliche Verordnung
Wenn Sie sich für das innoSTEP-WL interessieren oder wissen möchten, ob das System für Sie geeignet ist, beraten wir Sie gerne persönlich. Auch Informationen zur ärztlichen Verordnung und zu möglichen Kostenübernahmen durch die Krankenkasse erhalten Sie bei uns.
Mehr zum Thema Fußheberschwäche:
https://www.heller-medizintechnik.de/portfolio/fussheberschwaeche/
Beratung & Kontakt:
https://www.heller-medizintechnik.de/kontakt/
Mehr Sicherheit beim Gehen beginnt mit der richtigen Unterstützung – für ein aktiveres und selbstbestimmteres Leben.
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