EMS

EMS (Eletrische Muskelstimulation)

EMS ist eine international anerkannte und geprüfte Behandlungsmethode von Muskelschmerzen und zur Auslösung von Muskelkontraktionen. Sie ist ein therapeutisches Verfahren, dem sich vor allem in der Rehabilitations- und Sportmedizin ein breites Behandlungsspektrum erschließt.

Die Muskelstimulation stellt eine effektive physikalische Therapie dar, die neben dem Erhalt und Aufbau von Muskeln, Sehnen- und Gelenksstrukturen einen sehr positiven Einfluss auf die Bewegungskoordination und die Versorgung der Haut, Unterhaut, Muskeln, Sehnen und Gelenke hat. Sie wird sinnvollerweise auch in Kombination mit anderen physikalischen und rehabilitativen Maßnahmen angewendet.

Wer seine Muskeln trainieren will, kann dies mit Hilfe eines Muskelstimulators tun. Dabei werden über Elektroden, die auf der Haut befestigt werden, an die gewünschten Muskeln elektrische Impulse abgegeben. Der so stimulierte Muskel beginnt bei ausreichender Stromintensität auch ohne willentliche Anspannung zu arbeiten.

Je nach Dauer, Stärke und Häufigkeit der Stimulation gewinnt die Muskulatur an Form und Belastungsfähigkeit. Sehnen und Gelenke werden aufgrund besserer Durchblutung leistungsfähiger, Haut und Unterhaut straffer, Fett kann abgebaut werden. Insbesondere in Zeiten muskulärer Ruhigstellung durch Verletzungen, bei Krankheiten, Operationen oder Bewegungseinschränkungen infolge starker Schmerzen kann durch elektrische Muskelstimulation verhindert werden, dass der Muskel zuviel Kraft und Masse verliert.

EMS wird sinnvoll in wechselseitiger Ergänzung mit anderen Therapieverfahren gesehen (z.B. Krankengymnastik). Die niederfrequente Elektrostimulation leistet wesentliche Beiträge für eine komplexe physikalische Therapie.

Das EMS-Gerät sendet angenehme Impulse durch die Haut, die die Nerven an der zu behandelnden Stelle stimuliert. Wenn der Muskel diesen Impuls erhält, kontrahiert er so als ob dieser vom Gehirn aus gesteuert wäre. Da der Impuls sich verstärkt, bewegen sich die Muskeln wie bei einer körperlichen Anstrengung. Wenn der Impuls endet, lockern sich die Muskeln und der Zyklus beginnt von neuem (Stimulation, Kontraktion und Entspannung).

Einsatzgebiete und Indikationen

  • Muskelatrophie
  • Muskelkräftigung, Muskelaufbau
  • Atrophieprophylaxe
  • Sofortige Stimulation der Muskulatur nach operativen Eingriffen und zur Vermeidung von Venenthrombosen
  • Isometrisches Muskeltraining
  • Verbesserung der Gelenkmobilität
  • Periphere Lähmungen mit Restinnervation
  • Peroneusparese
  • Facialisparese
  • Behandlung von Nerv- und Muskelstörungen nach zerebralen Lähmungen, inkl. Intensionstraining
  • Selektiver Einsatz nach peripheren Lähmungszuständen
  • Muskeldetonisierung und –lockerung
  • Zur Schmerztherapie bei muskulären Schmerzsyndromen
  • Entspannung der Muskulatur
  • Erhöhung der Blutzirkulation
  • Erhaltung oder Erweiterung der Beweglichkeit
  • Behandlung von Harn- und Stuhlinkontinenz mit der Vaginal-Elektrode
  • Zur Stimulation der erektilen Dysfunktion mit der Rektal-Elektrode

Einsatzgebiete und Indikationen

  • Verhinderung von Muskelatrophien
  • Wiederaufbau atrophierter Muskeln
  • Erhalt und Verbesserung der Gelenkmobilität
  • Nebenwirkungsfreie Schmerzlinderung oder Schmerzausschaltung
  • Förderung der Durchblutung und Verbesserung der Trophik